DAS ENDOCANNABINOIDSYSTEM

 

Die Homöostase hält die physiologischen Körperfunktionen im Gleichgewicht. Sie sorgt durch dynamische Prozesse für Ausgleich und Stabilität, bis in jede Körperzelle. Ist die Homöostase gestört, geraten die Körperfunktionen aus dem Gleichgewicht - der Mensch wird krank. Oftmals schafft es der Körper, die gestörte Homöostase selbst wieder zu regulieren. Wenn nicht, entstehen mit der Zeit chronische Krankheiten, wenn nicht von außen gegenreguliert wird.

 

Man muss sich das Endocannabinoidsystem als eine Art Wächter der Homöostase vorstellen. Wir besitzen im ganzen Körper, in jedem Organ, sogar intrazellulär sogenannte Endocannabinoid-Rezepotoren. Durch die Produktion von Endocannabinoiden, die an die dafür vorgesehenen Rezeptoren andocken, nimmt das System Einfluss auf jede unserer Körperfunktionen. Dabei kann dieses System in jeden anderen Regelkreis eingreifen, einschließlich des autonomen Nervensystems. Insgesamt beeinflusst es unser Wohlbefinden und unsere Körperwahrnehmung maßgeblich. Es erfüllt im zentralen Nervensystem und in vielen Organen wichtige biologische Funktionen.

 

Namensgebend waren tatsächlich die Cannabinoide der Cannabispflanze, die zur Entdeckung des Endocannabinoidsystems geführt haben. Die Entdeckung der speziellen Rezeptoren führte so zwangsläufig zu der Erkenntnis, dass unser Körper auch selbst Cannabinoide herstellt. 

 

Alle Pflanzen besitzen zwar Phytrocannabinoide, aber erstaunlicherweise sind ausschließlich die Phytocannabinoide der Cannabispflanze sowie die der Echinacea „kompatibel“ mit den Rezeptoren im menschlichen und tierischen Organismus. Die kompatiblen Phytocannabinoide werden als Cannabinoid-Rezeptor-Liganden bezeichnet.

 

Im Speziellen greifen Endocannabinoide in folgende Vorgänge ein, die pathologisch von Bedeutung sein können (Aufstellung nicht vollständig):

 

  • Embryonalentwicklung
  • Regulierung des Blutzuckers
  • Kardiovaskulärer Tonus
  • Neuroplastizität
  • Angstgedächtnis
  • Metabolismus
  • Entzündungsvorgänge
  • Schmerzverarbeitung
  • Immunsystem
  • Das emotionale Gedächtnis
  • Adipositas
  • Krebsentstehung

 

Mit entsprechenden Medikamenten kann man das Endocannabinoidsystem in vielfältiger Weise positiv beeinflussen. Cannabidiol (CBD-Öl) kann z.B. bei richtiger Anwendung sehr positive Effekte auf Probleme wie Schlafstörungen, Ängste, innere Unruhe und Entzündungsvorgänge haben. Aber auch bei bestimmten Schmerzzuständen kann CBD-Öl eine gute Hilfe sein.

 

CBD-Öl ist in Deutschland als Nahrungsergänzungmittel zugelassen und enthält weniger als 0,2% THC. Man sollte bei der Anwendung beachten, dass CB-Rezeptoren bei jedem Menschen unterschiedlich reagieren, so daß keine allgemeine Dosierungsempfehlung gegeben werden kann. Auch spielen die im Öl enthaltenen Terpene eine Rolle. Ein Vollspektrumöl wirkt deshalb anders als reine CBD-Kristalle.

 

Auf Wechelwirkungen mit Medikamenten ist ebenfalls zu achten. Definitiv ist die Wirkung sehr stark abhängig von der Qualität des Öls, weshalb Sie CBD-Öl nicht ohne vorherige Beratung durch einen sachkundigen Heilpraktiker oder Arzt anwenden sollten.

 

Hinweis:

Leider wird Canabidiol (CBD) zur Zeit von diversen Mulit-Level-Marketing-Vertrieblern aggressiv als Allheilmittel beworben. Diese Geschäftspraxis schadet dem Ruf sehr, denn CBD ist definitiv kein Allheil- oder Wundermittel. Bitte kaufen Sie Öl nur bei seriösen Anbietern, niemals bei MLM-Vertrieblern.