B-Vitamine erhöhen Krebsrisiko

Für die Einnahme von B-Vitaminen kann es gute Gründe geben. Hauptsächlich ältere Menschen, Veganer oder Diabetiker profitieren von einer Supplementierung. Eine Studie weckt allerdings Zweifel an der Sicherheit von Vitamin B12-Präparaten. Dabei kommt es vor Allem auf die Dosis an.

 

2009 zeigte sich in zwei randomisiert-kontrollierten Studien ein deutlicher Zusammenhang zwischen der Anwendung von Vitamin-B12- bzw. Vitamin-B9(Folat)-Supplementen und dem vermehrten Auftreten von Lungenkrebs. Und 2017 bestätigte die Auswertung der VITAL-Kohorte bei Männern ein erhöhtes Lungenkrebsrisiko nach Vitamin-B6- und B12-Supplementation.

Im Rahmen einer Untersuchung wurden 20 Studien ausgewertet, aus der sich kausale Zusammenhänge erkennen lassen.

Tatsächlich zeigte die Auswertung dieser Daten einen konzentrationsabhängigen Zusammenhang zwischen dem Vitamin-B12-Spiegel und dem Lungenkrebsrisiko. Man kommt zu dem Ergebnis, dass die Wahrscheinlichkeit, an Lungenkrebs zu erkranken, bei Personen mit einer hohen Vitamin-B12-Konzentration im Blut um 15 % höher ist als in der Vergleichsgruppe.

 

 

Durch die gewählte Methode ist ausgeschlossen, dass es sich um eine umgekehrte Kausalität handelt, was theoretisch auch möglich wäre („Lungenkrebs führt zu erhöhten Vitamin-B12-Spiegeln“). Die Risikoerhöhung für Lungenkrebs war unabhängig vom Raucherstatus oder vom Geschlecht der Probanden.

 

Von einer Einnahme von hoch dosierten B-Vitaminen sollte ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Heilpraktiker Abstand genommen werden.

 

Quelle: Ernaehrungsmedizin.blog