Ärzte verschreiben zu häufig Gabapentin

Ursprünglich wurden Pregabalin und Gabapentin zur Behandlung von Epilepsie entwickelt. Mittlerweile werden diese Medikamente aber auch zur Behandlung neuropathischer Schmerzen (z.B. durch Diabetes oder Herpesinfekte) eingesetzt.

 

Laut einer Studie verschreiben Ärzte die Wirkstoffe allerdings vermehrt zur Behandlung von chronischen Schmerzen, obwohl die Wirksamkeit zweifelhaft ist.

 

„Den offensichtlich eher schwachen therapeutischen Wirkungen und dem vergleichsweise kleinen Anwendungsgebiet stehen jedoch stetig steigende Verschreibungszahlen in den vergangenen Jahren gegenüber“, erklärt die Medizinerin Dr. Annika Viniol von der Philipps-Universität, eine der Leitautorinnen der aktuellen Studie. Im Jahr 2015 belegte das Pregabalin-Medikament „Lyrica“ der Firma Pfizer Platz 26 auf der Liste der umsatzstärksten patentgeschützten Arzneimittel und verursachte Nettokosten von 170 Millionen Euro für die gesetzliche Krankenversicherung.

 

Dabei ist die Abbruchrate hoch, was auf eine geringe Wirksamkeit bei chronischen Schmerzen hindeutet.

„Ärzte und Patienten sollten bei der Verschreibung von Pregabalin und Gabapentin Vorsicht walten lassen."

 

Quelle: DocCheck

 

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