Schmerzmittel fördert Chronifizierung

Opioide sind potente Schmerzmittel zur Behandlung stärkerer und chronischer Schmerzzustände. Eine Studie von Peter Grace von der University of Colorado in Boulder und seinen Kollegen zeigte, dass Opioide Nervenschmerzen sogar verlängern und chronifizieren können.  Es zeigte sich, dass die Opiodie die Zellen im Rückenmark überaktivierte, und somit übersteigerte Schmerzsignale an das Gehirn gesendet wurden.

 

"Wir zeigen damit zum ersten Mal, dass selbst eine nur kurze Einnahme von Opioiden langfristige negative Folgen für die Schmerzen haben kann", sagt Grace. "Dass Opioide sogar zu chronischen Schmerzen beitragen können, hätte man zuvor nicht erwartet."

 

Die Ergebnisse legen nahe, dass die Behandlung mit opioidhaltigen Schmerzmitteln die Chronifizierung von Nervenschmerzen sogar fördern kann, statt sie zu verhindern. Noch ist diese negative Wirkung zwar nur für Ratten belegt, die Forscher vermuten aber, dass dieser Effekt auch beim Menschen in ähnlicher Form auftritt.

 

Quelle: Scinexx

 

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