Ist Hypnose als Schmerztherapie geeignet?

Hypnose ist vom wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie als wirksame Therapiemethode anerkannt, trotzdem verbinden viele Menschen mit dem Begriff Hypnose immer noch ausschließlich Hokuspokus und Bühnenshows.

 

Aber lassen sich mit dieser Psychotherapiemethode auch Schmerzen therapieren? Tatsächlich ist Hypnose eine der ältesten Therapiemethoden, um Schmerzen ohne Medikamente zu lindern. Beispielsweise wird in Zahnarzpraxen auf Hypnoe gesetzt, um Ängste zu lindern und die Schmerzmitteldosis zu reduzieren. Das klappt oft erstaunlich gut, aber wie genau funktioniert das?

 

Während einer Hypnose sinken Muskelspannung, Herzfrequenz und Blutdruck des Patienten ab, aber auch die Atmung wird ruhiger und regelmäßiger. Bei chronischen Schmerzpatienten besteht eine Korrelation zwischen Schmerzempfinden und Stresslevel. So kann man feststellen, dass bei physiologischen Stressreaktionen die Schmerzen deutlich stärker wahrgenommen werden. Da während einer Hypnose der Stresslevel sinkt, sinkt auch die Schmerzwahrnehmung. Durch entsprechende Interventionen des Therapeuten kann der Patient eine mentale Distanz zum Schmerzerleben aufbauen und verankern.

 

Die Wirkung der Hypnosetherapie ist hier nicht nur auf den Zeitraum der Sitzung begrenzt, die Entspannung hält noch mehrere Stunden nach der Behandlung an. Mittels Erlernen der Selbsthypnose wird der Patient in die Lage versetzt, seine Schmerzwahrnehmung dauerhaft positiv zu beeinflussen oder seine Schmerzen sogar ganz zu beseitigen. Selbst Phantomschmerzen können auf diese Weise beeinflusst werden.

 

Hypnose kann also ein wirksamer Therapiebaustein sein, der chronischen Schmerzpatienten zu einer deutlich besseren Lebensqualität verhilft.

 

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